Fühlen Sie den
Schiefer der Mosel?

Weingut Karl Veit

Erzählt von

Manfred Riehle

Zusammenarbeit seit 2017 mit
Weingut Karl Veit

Das Weingut Karl Veit steht für feine und mineralische Rieslinge und – ganz ungewöhnlich – für Spätburgunder von der Mosel. Die Reben der Lage „Monzeler Kätzchen“ wurzeln in grau-blauem Schiefer. Das ist schmeckbar – und seit 2017 fühlbar. Denn im Lack des neuen craftLABELs Riesling und Spätburgunder „Aus dem Fels“ verstecken sich kleinste Schieferpartikel. Herbert Veit ist seit 2007 begeisterter Vollherbst-Kunde. Sein Bruder, der für das Weinhandelshaus Bataillard in der Schweiz arbeitet, empfahl Vollherbst weiter.

Step 01

Marke & Persönlichkeit

Der Rebveredler und
seine Spätburgunder

Über die Hälfte Spätburgunder! Eine ungewöhnliche Tatsache für einen Betrieb an der Mosel, die seit jeher dem Riesling huldigt. Und das kam so: Karl Veit, heutiger Seniorchef, war einer der ersten privaten Rebveredler an der Mosel. „Wir pfropften auch für das Anbaugebiet Ahr. Ich bin quasi mit dem Spätburgunder aufgewachsen“, erinnert sich sein Sohn und heutiger Betriebsleiter Herbert Veit. „Ich lernte viele wichtige Rotwein-Pioniere kennen, zum Beispiel Mayer-Näkel, und übernahm deren Leidenschaft für Spätburgunder.“ Auf vier Lagen gedeihen Veits Spätburgunder, aber natürlich auch Riesling: dem „Monzeler Kätzchen“, dem „Brauneberger Juffer“, der „Minheimer Burglay“ und dem „Kestener Herrenberg“. Das Gut selbst liegt in Osann-Monzel, ein höher gelegenes Weindorf mit schönem Blick über die Mosel und deren Weinterrassen. Die liebste Lage des Winzers, das „Monzeler Kätzchen“, windet sich an einem steilen und warmen Südhang entlang. Hier treiben die Weidenkätzchen im Frühjahr zuerst aus – daher könnte die Lage ihren Namen haben. „Wir haben auf dem Aussichtspunkt bewusst wieder Weidenkätzchen gepflanzt“, so Herbert Veit. Eine zweite Deutung geht auf den Kurfürsten von Manderscheid zurück: Er wollte seinen Zehnten eintreiben, aber die Kutsche verlor ein Rad. Daher musste er zu Fuß laufen. Man reichte ihm zur Stärkung ein Glas Wein aus besagter Lage und er rief erfreut: „Der Wein sei so samtweich wie ein Kätzchen, das einem um die Beine streicht“. So erzählt es der Volksmund.

Step 02

Die Herausforderung

Authentizität auf
leise Art und Weise zeigen

Ob puschelige Weiden- oder süße Schmusekätzchen? Die Lage an sich sieht eigentlich überhaupt nicht sanft aus. Ganz im Gegenteil! Markante Schieferfelsen ragen mächtig hervor und geben der Lage ein unverkennbares Gesicht. Steht man am Moselufer und schaut hinauf – von der Perspektive ganz so wie auf dem jetzigen Etikett – gedeihen die Rieslinge rechts vom Massiv auf Kleinterrassen. Und die Spätburgunder links vom Gestein, auf dem Höhenzug. Die ersten Spätburgunder pflanzte Karl Veit 1971 nach der Flurbereinigung. Sohn Herbert Veit übernahm 1993 die Führung im Betrieb. Sein Bruder gab damals den entscheidenden Tipp in Richtung Vollherbst: Er arbeitet für das Weinhandelshaus Bataillard in der Schweiz, das seit vielen Jahren erfolgreich bei Vollherbst drucken lässt. 2007 wechselte Herbert Veit mit dem gesamten Sortiment zu Vollherbst. Als 2017 die Mail von Vollherbst kam „Neuheit craftLABEL“, wusste Veit: Das ist auch das Richtige für mich! Sein Auftrag an Vollherbst lautete: „Ich möchte ein authentisches Etikett, das nicht plakativ sein soll. Nicht schrill, nicht laut. Sondern fein und hochwertig, genau wie unsere Weine.“

Das war wie eine große Familie. Ich habe mich willkommen und gut aufgehoben gefühlt. Obwohl ich ein kleines Unternehmen bin! Hier macht man wirklich keinen Unterschied, ob großer oder kleiner Kunde.

Herbert Veit

Weingut Karl Veit

Fein und
hochwertig

Step 03

Lösungsansatz

Wenn das Liebevolle im Detail steckt

Herbert Veit schnappte sich die Kamera und fotografierte die Lage. Den Brocken des grau-blauen Schiefers mörserte er zuhause vor. Das Foto kam per Mail zu Vollherbst, das Gesteinsmehl per Post. „Das war ein riesiges Paket“, erinnert sich Projektmanagerin Theresa Morand, die es im Empfang nahm. „Teilweise waren Splitter darin, viel Erde und bereits Pulver. Das Ganze haben wir dann nochmals zerkleinert. Natürlich sind wir nicht direkt zur Produktion übergegangen. Es folgte die Testphase.“ Die Kategorie craftLABEL ist eine der neusten Innovationen im Hause Vollherbst. Das Etikett transportiert die Heimat der Reben, indem Löss, Gras – oder eben Schiefer – mittels spezieller Technik auf das Papier aufgebracht wird. Der Weintrinker fühlt das Gestein oder sieht die Grasstruktur. Ein winziges Detail – für noch mehr Authentizität, Emotionen und Storytelling. Es geht um das Echte, das Tiefe, das Unverwechselbare!

Informationen zum Druck

  • Papier: Tintoretto Gesso, selbstklebend
  • Veredelungen: craftLACK, Heissfolienprägung, Reliefprägung, Goldfolie 427
  • Besonderheit: craftLABEL / Schiefer-Partikel im Lack

Die graphische Umsetzung des Veit-Labels übernahmen die hausinternen Grafiker. Sie entschieden sich mit dem Kunden für den Einsatz der Schiefer-Partikel im schwarzen craftLack der Felsformation. Hält man den das craftLABEL ins Licht, sieht man, dass die Oberfläche uneben ist. „Meine Kunden finden das großartig. Es ist noch mehr erlebbare Geschichte“, sagt Herbert Veit. Das „V“ von Veit, das dem Namen eine starke Kante verleiht, ist mit Goldfolie im hochgeprägt für einen eleganten 3-D-Effekt. Auf dem Schriftzug „Karl Veit" laufen zwei Männer, die eine riesige Traube an einem Stab zwischen sich tragen. „Das sind Kalep und Joshua, die das Land Kanaan erkunden sollten. Ein biblisches Zeichen, das für Hoffnung und Fruchtbarkeit steht“, erklärt Herbert Veit. Das Naturpapier „Tintoretto Gesso“ zeigt vor allem am Himmel seine feine Struktur. Der Riesling besitzt einen kühlen, leicht bläulichen Himmel; der Himmel des Spätburgundes wird in sanftes Abend- oder Morgenrot getaucht. Das Etikett ist oben schräg gestanzt, genau wie die anderen Etiketten des Hauses.

Step 04

Personal Touch

Wertschätzung – für alle Kunden

Herbert Veit besuchte Vollherbst 2007 für die erste Druckabnahme: „Das werde ich nie vergessen. Vom Empfang bis zur Verpackung. Das war wie eine große Familie. Ich habe mich willkommen und gut aufgehoben gefühlt. Obwohl ich ein kleines Unternehmen bin! Hier macht man wirklich keinen Unterschied, ob großer oder kleiner Kunde“, erzählt er begeistert.

Das Etikett Feinste Veredlung
 

Dass er bei craftLABEL dabei sein „darf“, empfindet er als Ehre. „Die Rückenetiketten drucke ich selbst ein. Auch hier half man mir, die Anmutung eines Naturpapiers zu finden, damit es zum Vorderetikett passt.“ Zukünftig will Herbert Veit auch seine Sekt-Kollektion im Hause Vollherbst überarbeiten lassen. „Ich möchte den Mitarbeitern sagen: Dankeschön! Macht weiter so.“

Projekt anfragen

Wir beraten
sie gerne

Inspiration gesucht? Lassen Sie sich passende Papiermuster zu diesem Projekt über die Merkliste zuschicken oder nutzen Sie den Anfrageassistenten für eine individuelle Projektanfrage.

Hungrig auf Mehr??

Wir empfehlen Ihnen dieses Projekt

Der Berg-Leopard
brüllt souverän
im Regal
Distell