Ein Vulkanausbruch über und unter der Flasche
Winzergenossenschaft Achkarren
Erzählt von
Armin Kyre
Einst ein Feuer speiender Vulkan, heute eine steile Reblandschaft. Die Lage „Achkarrer Schlossberg“ zählt zu den besten Weinlagen des gesamten Kaiserstuhls. Ein mächtiges Glück für die Winzer der Genossenschaft Achkarren – die mehr wollten, als die Herkunft bloß auf dem Etikett niederzuschreiben. Geschäftsführer Denis Kirstein übergab Kundenmanager Armin Kyre einen Vulkanbrocken aus dem Felsen. Monatelang tüftelte das Vollherbst-Technik-Team: Am Vulkan auf dem Etikett!
Step 01
Marke & Persönlichkeit
Schwarze Böden
für die Reben
Vor 16 Millionen Jahren war der Kaiserstuhl – der damals natürlich noch nicht so hieß – eine gefährliche Gegend. Aktive Vulkane spuckten über 1.200 Grad heiße Lava aus. Das schwarze Vulkanverwitterungsgestein prägt die Kuppen-Landschaft bis heute. Die hohe Wärmespeicherung der Steine gefällt Eidechsen – und natürlich den Reben, die sich auf steilen Terrassen von Achkarren hoch über den Ort bis zum waldbekrönten Höhenzug entlangziehen. Tagsüber aufgewärmt, geben diese Steine die Wärme in der Nacht wieder ab. Die 277 Winzer der Winzergenossenschaft Achkarren bewirtschaften am Kaiserstuhl 190 Hektar Reben. Der „Achkarrer Schloßberg“ gilt als ihre Premiumlage. Das Terroir ist einmalig. Seit vielen Jahren besteht die Geschäftsbeziehung zu Vollherbst. Kundenmanager Armin Kyre berät die Winzergenossenschaft Achkarren seit 1988 und schätzt den Innovationsdrang der aktuellen Spitze: „Geschäftsführer Denis Kirstein kommt aus dem Handel und hat neue Akzente gesetzt. Kellermeister Christoph Rombach hat internationale Erfahrung und einen neuen Weinstil mitgebracht.“
Step 02
Die Herausforderung
Kann man einen
Wein streicheln?
Die Kategorie craftLABEL ist eine der Innovationen im Hause Vollherbst. Das Etikett transportiert die Heimat der Reben, indem Löss mittels spezieller Technik auf das Papier aufgebracht wird. Der Weintrinker kann die Lösspartikel auf dem Etikett sehen und fühlen. Ein winziges Detail – für noch mehr Authentizität, Emotionen und Storytelling. Es geht um das Echte, das Tiefe, das Unverwechselbare. Der Kunde will spüren und erleben. Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky stellte einst bedauerlich fest: „Schade, dass man einen Wein nicht streicheln kann“. Er kannte die craftLABEL von Vollherbst halt noch nicht. Aber die Winzergenossenschaft Achkarren hatte davon gehört – und auch der Lebensmitteleinzelhändler REWE. Denis Kirstein: „Wir schätzen Vollherbst als innovativen Partner in Sachen Weinvermarktung und Flaschenausstattung. Rewe selbst äußerte den Wunsch nach einem craftLABEL von Vollherbst. Gemeinsam waren wir sicher, dass ein gutes Projekt daraus entstehen würde“. Die bekannte Einkaufswelt Rewe plante den 2019er Grauen Burgunder Achkarrer Schlossberg für ihre Eigenmarke „Rewe Feine Welt“. Sie steht für Premium-Qualität zum attraktiven Preis.
Step 03
Lösungsansatz
Feines Mahlen,
mehrere Siebe und Silberpartikel
Informationen zum Druck
- Papier: Martele Blanc, selbstklebend
- craftLABEL: Vulkan-Gestein, silberne Partikel
Geschäftsführer Denis Kirstein schlug einen Vulkanbrocken aus dem Felsen und entnahm dunklen Vulkan-Boden vom Weinberg. Armin Kyre nahm den Brocken in Empfang. „Das ist eine interessante und schwierige Sache in der Produktion. Wir haben Teile des Steines ganz fein zerrieben.“ Es funktioniert: Mit Erfahrung und Fingerspitzengefühl.“ Das dreiteilige Etikett besteht aus dem Papier „Mariele Blanc“, welches eine leicht gehämmerte Struktur aufweist. Außerdem wurden dem craftLABEL feine, silberne Partikel hinzugefügt. „Streicht man über die Vulkan-Lack-Schräge ist es ein Gefühl wie Schmirgelpapier. Unangepasst und besonders, wie der Graue Burgunder „gereift auf Vulkangestein“. Insgesamt 60.000 Flaschen waren deutschlandweit bei „Rewe Feine Welt“ erhältlich.
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