Eine Story von Stefan Vollherbst

Fair´n Green
und unsere Vision

Eine Story von

Stefan Vollherbst

Veröffentlicht

14. Jul 2021

KATEGORIE

Nachhaltigkeit

Lesezeit

3 Minuten

Fair´n Green wurde als Siegel für nachhaltigen Weinbau ins Leben gerufen. Typischerweise werden Weinerzeuger in den Bereichen Betriebsführung, Umweltschutz und gesellschaftliches Engagement nach strengen Kriterien zertifiziert. Wir waren der Meinung, dass Nachhaltigkeit am meisten bringt, wenn wir sie ganzheitlich betrachten und uns an unseren Kunden orientieren. Mit dem zentralen Ziel: Für Mensch und Natur Verantwortung übernehmen und nachhaltig handeln. Vollherbst wurde 2020 als erste Druckerei durch FAIR'N GREEN zertifiziert.

Unsere Vision – DER NATUR UND DEN MENSCHEN POSITIVES ZURÜCKGEBEN

Wir verbrauchen zwangsläufig natürliche Ressourcen, wie Holz oder Metall für unser Etiketten. Wir produzieren Farb-, Folien- und Materialabfälle wie jede Druckerei. Das ist unverbeidbar in einer wirtschaftlichen Produktion. Wir sehen dieser Wahrheit ins Auge und haben eine klare Vision: Alles, was wir der Erde entnehmen, möchten wir der Natur und den Menschen wieder zurückgeben – im positiven Sinne. Mit Reduktion und Recycling, aber auch mit der Unterstützung von Projekten zur CO2-Kompensation, für Artenvielfalt oder sozial Benachteiligte. Die Zertifizierung „Fair´n Green“ war ein zentraler Schritt auf diesem Weg.

Fair´n Green stellt einen Maßnahmenkatalog zur Verfügung, den wir motiviert durchgearbeitet haben. Danach fragten wir uns noch gezielter: Was können wir wo verbessern?

Stefan Vollherbst

Ressource Manager & Prokurist

Ökonomie - Digitalisierung und Verpackung

Wichtige Verbesserungen im Bereich Ökonomie hatten wir bereits vor Jahren umgesetzt. Ein Beispiel: Die Auftragstaschen werden seit 2018 nicht mehr physisch – also mit Papier bestückt, sondern liegen nur noch elektronisch vor. Die Auftragstaschen beinhalten alle Informationen für den Druck eines Etiketts. Ein aktuelleres Beispiel aus 2020: Die selbstklebenden Etiketten wurden zuvor immer in Plastiktüten verpackt, damit die Temperatur gleichbleibend und die Feuchtigkeit aufrecht erhalten werden konnte. Stefan Vollherbst: „Das war doppelt verpackt. Unser Lager hat bereits ideale Bedingungen. Wir konnten die Tüten einfach weglassen“. Strategisch sinnvolles Handeln ist uns sehr wichtig.

Ökologie - Ökostrom und nachhaltig arbeitende Zulieferer

Wir überlegten uns daneben auch, wie wir nachhaltiger mit den Ressourcen Wasser, Strom und Kraftstoff umgehen können. Die Perlatoren der Wasserhähne wurden ausgetauscht, um den Wasserdurchfluss zu reduzieren. Das Unternehmen wurde auf Ökostrom umgestellt. Lieferfahrten organisieren wir ab sofort möglichst nach Regionen und bündeln dadurch Aufträge und Synergien. Das bedarf mehr Absprache, aber spart CO2. Unsere langfristige Mission: Wir wollen den Anteil nachhaltig zertifizierter Produkte steigern. Also Farben, Lacke, Papiere und Umverpackungen. Außerdem beobachtet und testet Vollherbst neue Technologien zur Verbesserung der Ökobilanz.

Soziales

Wir legen großen Wert auf die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter und unterstützen verschiedenste Projekte - insbesondere in Corona-Zeiten.

Vereinbarkeit Familie & Beruf und Projektarbeit

Als in vierter Generation geführtes Familienunternehmen legen wir großen Wert darauf, dass sich die Mitarbeiter wohlfühlen. Das ist keine neue Maßnahme für uns, sondern bereits lang gelebte Unternehmenskultur. Stefan Vollherbst: „Auch während der Covid-Pandemie konnten wir verstärkt zeigen: Wir sind für Euch da! Wir machen Homeoffice möglich und reagieren flexibel auf Familienwünsche. Für unsere Auszubildenden fiel der Präsenzunterricht aus – wir überlegten uns, was im Haus eine interessante Alternative sein könnte.“
Außerdem engagieren wir uns in Corona-Zeiten in sozialen Projekten: Die Grundschule Endingen wurde mit Druckern für das Homeschooling ausgestattet, der Caritasverband in Freiburg erhielt Obdachlosenhilfe. Auch besonders schwer getroffene Segmente in der eigenen Branche unterstützen wir, wie das südafrikanische Weinprojekt IMVINI WETHU: Wir riefen gemeinsam mit Händlern eine neue Weinmarke ins Leben, deren kompletter Verkaufserlös von 50.000 Euro an die südafrikanische Weinindustrie zurückfließen wird.

Team Gemeinsam Arbeit
 

Fair´n Green und Vollherbst

Der 2013 gegründete Verein Fair´n Green hat Mitglieder in den Ländern Deutschland, Frankreich, Schweiz, Italien und Israel (Stand 02_2021). Vor allem Winzerbetriebe, aber auch Zulieferer. Die Familie Vollherbst lernte den Verein auf der Messe „Intervitis interfructa“ kennen. Von der Idee begeistert, durchdachten Stefan und Matthias Vollherbst daraufhin ihr Unternehmen selbstkritisch. Nur, wer bereits 50 Prozent der geforderten Kriterien erfüllt, erhält das Siegel. Das konnten wir bereits durch gezielte Maßnahmen im Jahr 2020 vorweisen – und wurden als erste Druckerei überhaupt zertifiziert. Die Mitglieder müssen sich jährlich verbindlich um drei Prozent verbessern. Wir nehmen diese Herausforderung mit Freude an.

Hier finden Sie Infos zu Fair'n'Green und zum südafrikanischen Weinprojekt IMVINI WETHU finden Sie hier

Website Fair´n Green

Website IMVINI WETHU

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